Alles Pusteblume
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🌬️ Puste-Kindergedanken
Heute möchte ich einmal einen Kindergedanken mit euch teilen. Wir sind auf Omas Geburtstagsfeier und suchen uns unsere Sitzplätze. Dieses Mal gibt es keine Namensherzchen – also freie Platzwahl.
„Möchtest du hier sitzen? Oder lieber da? Willst du mir gegenüber sitzen?“ Es wird hin und her überlegt, bis schließlich nur noch ein Platz frei ist.
Und plötzlich beugt sich Elisa zu mir und flüstert mir ganz leise ins Ohr: „Vielleicht sollten wir Papa auch einen Sitzplatz übrig lassen.“
So ist das mit der Trauer bei Kindern manchmal. Sie kommt nicht angekündigt. Sie fragt nicht, ob es gerade passt. Sie sitzt plötzlich mit am Tisch.
Und bei Elisa sind es oft genau diese kleinen Momente, die ganz unverhofft kommen – aber dafür aus tiefstem Herzen. Also blieb dieser eine Platz frei. Nicht, weil jemand fehlte. Sondern weil jemand, der fehlt, trotzdem dazugehört. ❤️
Manche Plätze bleiben für immer besetzt – auch wenn dort niemand mehr sitzt. 🌬️in diesem Sinne, alles Pusteblume
Puste-Gedanken 🌼
Gestern Vormittag durfte ich noch einen Jenseitskontakt herstellen. Und dann ging es mitten hinein ins reale Familienleben: Wir feierten den 70. Geburtstag meiner Mama.
Ich war voller Dankbarkeit, dass wir diesen Tag gemeinsam erleben durften. Und gleichzeitig war da ein Gedanke, der mich begleitete: Vor drei Jahren feierten wir den Geburtstag meines Papas. Drei Wochen später war mein Mann tot. Seitdem ist unsere Familie eine andere.
Am Nachmittag gab es, wie bei uns schon Tradition, eine Präsentation. Siebzig Jahre voller Erinnerungen: Kindheit, Liebe, Familie und Glück. Dann wurden Bilder aus der Zeit gezeigt, in der ich meine eigene Familie gegründet habe. Ich mit Christian und unseren beiden Kindern. Glücklich.
Im nächsten Moment erschien ein Foto von ihm. Darunter die Worte: „In Gedenken an Christian. Unvergessen.“
Es wurde still im Saal. Und auch in mir.
Später wurde wieder erzählt, gescherzt und gelacht. Zwischen tiefen Gesprächen über das Leben und das Schicksal lagen Stunden voller Leichtigkeit. Wir feiern Feste. Wir treffen uns auch an der Unfallstelle. Wir erinnern uns und tragen einander. All das gehört zu uns als Familie.
Gestern waren Freude und Schmerz gemeinsam da. Vielleicht ist es genau das, was das Leben ausmacht: dass wir lachen können, obwohl wir jemanden vermissen. Dass wir dankbar feiern und zugleich spüren, wer fehlt.
Und morgen schlägt das Leben schon wieder ein neues Kapitel aUf….in diesem Sinne/ alles Pusteblume
🌼 Heute mal voll aufgebrezelt vor dem Rechner! 😄
Normalerweise sitze ich hier ja eher gemütlich zwischen Mikrofon, Unterlagen und ganz viel Pusteblumen-Chaos. Heute darf’s ein bisserl schicker sein. ✨
Am Vormittag gibt’s noch einen kurzen Ausbildungsinput – ein bisschen lernen, wachsen, Neues mitnehmen und mich weiterentwickeln. 🌱
Und danach wird der Rechner zugeklappt, denn heute wird gefeiert: Meine Mama hat Geburtstag! 🎂🥂💗
Also heute einmal alles dabei:
Weiterbildung, Herzensarbeit & Familienzeit.
Und dafür darf man sich auch vorm Computer ein bisserl aufbrezeln. 😄
🌼 Alles Pusteblume – Berührt. Getragen. Gehalten.
Puste-Gedanken 🌬️
Man kann vollkommen sein, ohne ganz zu sein.
Gerade sind da wieder diese Tage, die sich schwerer anfühlen. Tage, an denen Sorgen plötzlich so viel Raum einnehmen. Und Kindersorgen … die wiegen irgendwie noch einmal schwerer. Weil man sie ihnen am liebsten abnehmen würde. Weil man beschützen, auffangen und alles wieder gut machen möchte. Und weil man irgendwann merkt, dass man nicht alles lösen kann.
Manche Entscheidungen muss ich alleine treffen. Manche Sorgen kann mir niemand abnehmen. Manchmal würde ich mir einfach wünschen, für einen kleinen Moment nicht diejenige sein zu müssen, die stark ist, überlegt, entscheidet und trägt.
Und dann sehe ich diese Pusteblume.
Sie ist nicht mehr ganz. Einige ihrer kleinen Schirmchen fehlen bereits. Vielleicht hat der Wind sie mitgenommen, vielleicht hat das Leben ein bisschen an ihr gezupft. Und trotzdem ist sie wunderschön. Sie ist nicht ganz – und doch vollkommen.
Und wenn man genauer hinsieht, entdeckt man noch etwas: Sie ist nicht allein. Da ist eine zweite Pusteblume. Ganz nah bei ihr. Fast so, als würde sie sie stützen.
Vielleicht ist es im Leben genauso.
Nicht jede Last kann uns jemand abnehmen. Nicht jede Sorge kann jemand für uns lösen. Und manche Wege müssen wir tatsächlich selbst gehen. Aber trotzdem dürfen da Menschen sein, die hinter uns stehen. Die uns nicht reparieren müssen. Die nicht alle Antworten brauchen. Die einfach da sind und uns halten, wenn das Leben gerade ein bisschen zu schwer wird.
Vielleicht muss ich gerade gar nicht ganz sein.
Vielleicht darf etwas fehlen. Vielleicht darf ich müde sein, traurig, besorgt und auch einmal überfordert.
Denn auch mit all meinen Lücken bin ich vollkommen.
Nicht ganz. Und trotzdem vollkommen.
Selbst tragend. Und trotzdem getragen. 🤍🌬️In diesem Sinne-alles Pusteblume
Wie entsteht ein neuer Pusteblumen-Beitrag!
Tja in meinem Umfeld finde ich die Samen! Und meinem Kopf wachsende sie! 🌸
KI oder ChatGPT?
Ich wurde in letzter Zeit tatsächlich öfter gefragt, ob die Texte, die ich hier veröffentliche, von ChatGPT geschrieben werden.
Zu Beginn wusste ich gar nicht so recht, was damit gemeint war.
Also ja: Ich nutze ChatGPT.
Manchmal für Ideen. Manchmal, um meine vielen Gedanken ein bisschen zu sortieren. Und ja, manchmal auch, um eine Formulierung runder zu machen.
Auch das Bild meiner „besten Freundin, der Trauer“ ist mit KI entstanden.
Aber die Frau, die neben ihr geht – das bin ich. Wahrhaftig.
Ein echtes Foto von mir aus unserem Kroatienurlaub im Juli 2026.
Und übrigens: Viele der Fotos, die ihr hier seht, brauchen überhaupt keine KI. 😉
Mein Hannes ist Fotograf – und so entstehen ganz viele meiner Bilder einfach mitten im Leben. Ungestellt. Echt. Aus einem Moment heraus. Aus unserem Leben gegriffen.
Und genauso ist es mit meinen Texten.
Was ihr hier auf dieser Seite lest, sind meine Gedanken. Meine Geschichte. Meine Trauer. Meine Begegnungen mit Trauer und Glück. Meine Erinnerungen. Mein Leben.
Vielleicht hilft mir manchmal ein digitales Werkzeug dabei, die richtigen Worte dafür zu finden.
Aber kein ChatGPT dieser Welt hat meinen Mann verloren.
Kein ChatGPT ist meinen Weg der letzten Jahre gegangen.
Keines hat meine Tränen geweint, meine Kinder gehalten, meine Erinnerungen im Herzen getragen oder gelernt, dass Trauer und Glück manchmal tatsächlich nebeneinander Platz haben.
Das habe ich.
KI kann Worte sortieren.
Sie kann manchmal Bilder mitgestalten.
Sie kann mir helfen, das auszudrücken, was längst in mir ist.
Aber fühlen kann sie es nicht.
Das hier ist mein Leben.
Meine Geschichte.
Meine Gedanken.
Mein Gang durch die Trauer – und zurück ins Leben.
Und deshalb bleibt meines auch Meines. 🌬️🤍 in diesem Sinne- alles Pusteblume
Darf ich vorstellen? Das ist meine beste Freundin. 🤍
Sie ist vor 38 Monaten bei mir eingezogen.
Angekündigt hat sie sich nicht wirklich. Sie stand einfach plötzlich da. Mitten im Raum. Mitten in meinem Leben. Und irgendwie war ziemlich schnell klar: Sie hat nicht vor, so bald wieder auszuziehen.
Seither bewohnt sie mein ganzes Leben.
Sie ist da, wenn ich abends schlafen gehe. Manchmal kommt sie sogar nachts zu mir und schleicht sich in meine Träume. Und wenn ich morgens die Augen öffne, steht sie oft schon neben meinem Bett.
Sie fährt mit, wenn ich die Kinder in die Schule bringe oder sie wieder abhole. Sie kommt mit in die Arbeit, ist beim Kochen dabei und begleitet mich sogar bei meinen Behandlungen.
Sie sitzt mit uns am Tisch.
Sie fährt mit uns in den Urlaub.
Sie lacht mit uns.
Und sie weint mit uns.
Manchmal ist sie ganz leise und ich bemerke sie kaum. Manchmal drängt sie sich so sehr in den Vordergrund, dass für nichts anderes Platz zu sein scheint.
Manchmal akzeptiere ich sie als Teil meines Lebens.
Manchmal geht sie mir so richtig auf die Nerven.
Manchmal bin ich wütend auf sie.
Und manchmal hasse ich sie dafür, dass sie einfach eingezogen ist, ohne mich zu fragen.
Aber egal, wie ich gerade über sie denke – sie ist da.
Mal laut. Mal leise.
Mal schwer. Mal sanft.
Manchmal ganz bewusst. Manchmal irgendwo im Hintergrund.
Und mittlerweile weiß ich: Sie gehört zu meinem Leben.
Darf ich vorstellen?
Meine beste Freundin heißt Trauer. 🤍
Sie ist vor 38 Monaten mit dem Verlust eines Menschen bei mir eingezogen, den ich unendlich geliebt habe.
Sie kam ungefragt.
Sie hat sich breitgemacht.
Und sie ist gekommen, um zu bleiben.
Vielleicht wird sie sich mit der Zeit verändern. Vielleicht braucht sie irgendwann weniger Platz. Aber ganz ausziehen wird sie wohl nie.
Denn wo große Liebe war, darf auch Trauer bleiben.
Vielleicht ist sie nichts anderes als Liebe, die ihren Menschen vermisst. 🌬️🤍
Hast du auch so eine „beste Freundin“? Oder vielleicht einen ganz anderen Begleiter, der irgendwann ungefragt in dein Leben eingezogen ist?
Teile diesen Beitrag, wenn du jemanden kennst, der auch mit so einer „besten Freundin“
Puste-Gedanken 🌬️
Manchmal zweifle ich an mir.
An meinen Entscheidungen. An meinen Worten. Daran, ob ich genug bin, ob ich richtig bin, ob ich manches vielleicht ganz anders machen sollte.
Und dann schaue ich nach links und rechts.
Da stehen sie.
Diese Frauen.
Laut und leise. Verrückt und vernünftig. Stark und manchmal selbst am Zweifeln. Jede mit ihrer eigenen Geschichte, ihren Ecken, ihren Kanten – und ihrem ganz besonderen Platz in meinem Leben.
Und plötzlich denke ich mir:
Wenn solche Frauen mich in ihrem Leben haben wollen, dann kann ich so falsch wohl gar nicht sein.
Freundschaft ist nämlich manchmal auch ein Spiegel.
Einer, der uns nicht unsere Fehler zeigt, sondern all das, was wir selbst gerade nicht sehen können.
Und vielleicht brauchen wir genau deshalb Menschen an unserer Seite, die uns daran erinnern, wer wir sind, wenn wir es selbst kurz vergessen haben.
Also ja … irgendetwas muss ich wohl richtig gemacht haben. 🤍
Und eines davon ganz bestimmt:
die richtigen Frauen gefunden zu haben. 🌬️✨
Puste-Gedanken 🌬️🤍 | 9 Jahre
Ich habe heute Hochzeitstag. 9 Jahre wären es heute. 19. August 2017. Heute habe ich unsere Erinnerungskiste geöffnet. Unsere Einladung, das Ringkissen, die Anstecksträußchen. So viele kleine Dinge von einem Tag, an dem ich einfach nur eines war: unendlich glücklich, dich heiraten zu dürfen.
2.140 Tage waren wir verheiratet. 2.140 Tage durfte ich deine Frau sein. Und heute? Heute habe ich Hochzeitstag. Irgendwie alleine. Und irgendwie auch nicht. Für all jene, die damals mit uns gefeiert haben, ist dieser Tag wahrscheinlich genauso eigenartig. Man gratuliert mir heute nicht zum Hochzeitstag. Was sollte man auch sagen? Vielleicht denkt man einfach kurz an mich. An dich. An uns.
Ich bin so dankbar für all die schönen Stunden und Tage, die wir hatten. Für unser gemeinsames Leben. Für unsere Geschichte. Für unsere Kinder. Für all das, was geblieben ist. Und gleichzeitig bin ich heute unendlich traurig, dass wir diesen Hochzeitstag nicht gemeinsam erleben dürfen. Ich vermisse dich jeden einzelnen Tag. Aber heute ist der Schmerz vielleicht noch ein kleines Stück stärker.
Und trotzdem liebe ich diesen Tag. Ich liebe unsere Erinnerungen. Ich liebe es, die Bilder anzusehen und diese glückliche Braut zu sehen. Ich war glücklich. So richtig glücklich. Und weißt du, Hase … ich bin heute wieder glücklich. Anders. Tiefer. Bewusster. Dankbarer. Mein heutiges Glück nimmt unserem damaligen Glück nichts weg. Und meine Liebe zum Leben heute nimmt meiner Liebe zu dir nichts weg. Vielleicht darf beides nebeneinander existieren: die Frau, die heute glücklich ist, und die Braut von damals, die ihren Mann noch immer vermisst.
Ich denke heute ganz besonders an dich. Und irgendwie weiß ich, dass du mir heute noch ein kleines Stück näher bist. Ach Hase … 9 Jahre. 🤍 Alles Liebe zu unserem Hochzeitstag. Wo auch immer du heute bist.
🌬️ Manche Geschichten enden auf der Erde. Aber ihre Liebe schreibt leise weiter.
Puste-Gedanken vom Wörthersee 🌼
Schon lange habe ich nichts mehr geschrieben. Und hier am Wörthersee habe ich endlich wieder Puste-Gedanken in Worte gefunden. Denn dieser Urlaub war nicht einfach nur Urlaub. Er war eine Reise in unsere Vergangenheit. Und für Raphael vielleicht auch ein Stück Trauerverarbeitung. 🤍
Kärnten. Wörthersee. Velden. So viele Erinnerungen an dich.
Hier waren wir schon, als es unsere Kinder noch gar nicht gab. Nur du und ich. Wir haben Zeit miteinander verbracht, gelacht und von unserer gemeinsamen Zukunft geträumt.
Später kamen wir wieder. Diesmal mit unseren Kindern. Als Familie. ❤️
Elisa war damals noch so klein, dass sie sich heute hauptsächlich durch Fotos und Videos erinnert.
Aber Raphael war kaum wieder hier – und die Welle kam.
Mitten in Velden. Menschen rundherum, Sommer, Urlaub, Leben. Melancholische Musik erklingt.
Und plötzlich weint Raphael:
„Mama, ich möchte jetzt meinen Papa zurückhaben.“
Nicht auf einem Foto. Nicht in einem Video. Nicht in einer Erinnerung. Jetzt.
Und genau so ist Trauer manchmal. Sie fragt nicht, ob gerade Urlaub ist. Sie kommt einfach.
Dieser Urlaub war deshalb eine Reise zwischen damals und heute. Zwischen Lachen und Weinen. Zwischen Vermissen und neuen Erinnerungen.
Denn auch das ist Kärnten für uns. Hier liegen Wurzeln der Familie Dielacher. Hier ist ein Stück unserer Geschichte.
Heute stehe ich am Steg am Wörthersee. Raphael hat dieses Foto von mir gemacht. 📸🤍
Und vielleicht erzählt genau dieses Bild unsere Geschichte:
Wir schauen zurück. Wir erinnern uns. Wir vermissen. Und trotzdem gehen wir weiter.
Nicht ohne dich. Sondern mit dir – nur anders. 🌼
Denn vielleicht bedeutet Trauerverarbeitung nicht, die Vergangenheit loszulassen. Vielleicht bedeutet sie, ihr einen Platz zu geben – während wir weiter neue Erinnerungen sammeln. 🌸
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