Yoga Nora
Yoga Nora gives inspiration to practice yoga with determination, commitment and love.
19/10/2026
Ich war Yogalehrerin. Und trotzdem hatte ich Angst, meinem eigenen Körper mit Yoga zu schaden.
Nach einer meiner Geburten sass ich in einer Yogastunde. Zehn Atemzüge Plank, das Boot, viele Sit ups.
Und statt die Stunde zu geniessen, dachte ich nur: Darf ich das schon? Hält mein Beckenboden das aus? Schade ich mir gerade?
Ich wollte meinem Körper etwas Gutes tun. Aber diese Unsicherheit hat mich innerlich fertiggemacht.
Und das, obwohl ich selbst Yoga unterrichtete.
Heute weiss ich: Sit ups sind nach einer Geburt nicht grundsätzlich schlecht. Es kommt auf den eigenen Körper, Beschwerden und die Belastbarkeit an.
Damals fehlte mir dieses Wissen. Und ich wünschte, ich hätte es früher gehabt.
Manchmal macht es mich traurig, dass ich die Bedeutung von Frauengesundheit erst so spät erkannt habe. Dass ich nicht schon früher Angebote für Frauen geschaffen habe.
Warum lernen wir eigentlich in der Schule so wenig über unseren Zyklus, unseren Beckenboden und die Veränderungen, die unser Körper durchlebt?
Wir hören ständig: «Hör auf deinen Körper.» Aber wie sollen wir seine Signale verstehen, wenn uns niemand erklärt, was in ihm passiert?
Gerade als Yogalehrerin, die mit Frauen arbeitet, ist mir dieses Wissen heute so wichtig. Nicht weil ich auf alles eine Antwort haben muss. Sondern weil ich Frauen nicht mit derselben Unsicherheit alleinlassen möchte, die ich selbst erlebt habe.
Ich kann die Vergangenheit nicht ändern. Aber ich kann heute weitergeben, was ich damals so dringend gebraucht hätte.
Und ich wünsche mir von Herzen, dass meine drei Töchter ihren Körper früher verstehen lernen als ich. ❤️
Klar mach ich auch noch andere Sachen. 😂 Aber wenn ich mich für eine Sache entscheiden müsste, wär’s halt immer Yoga. Kann auch nichts dafür. 🤷♀️🤍
Bin ich damit allein oder gibt’s hier noch mehr Yoga-Verrückte? 😂👇
Noch 2 letzte Pläzätze für die nächste Prä und Postnatale Yoga Ausbildung in Zürich. Schreibe mir privat oder kommentiere Mama und ich sende dir alles Infos :-)
15/10/2026
Vor neun Jahren war ich zum ersten Mal schwanger. 🤍
Ich erinnere mich noch so gut an diese Zeit. Die Vorfreude, die vielen Fragen und dieses Gefühl, dass sich gerade mein ganzes Leben verändert.
Damals wusste ich noch gar nicht, was ich als werdende Mama wirklich brauchen würde.
Ich entschied mich für eine Prä- und Postnatal-Yoga-Ausbildung. Eigentlich, um mein Wissen als Yogalehrerin zu vertiefen.
Doch ich fand so viel mehr. 🥹
Einen Raum, in dem ich einfach sein durfte. Mit all meinen Fragen, Unsicherheiten und Gefühlen.
Ich lernte, meinen Körper besser zu verstehen, ihm zu vertrauen und meinen eigenen Weg ins Mamasein zu finden.
Heute bin ich dreifache Mama. Meine letzten beiden Kinder habe ich zu Hause geboren. 🤍
Und wenn ich zurückblicke, bin ich so dankbar, dass ich mir damals diesen Raum geschenkt habe.
Heute darf ich genau diesen Raum für andere Frauen öffnen.
Einen Raum, in dem fundiertes Wissen auf Vertrauen, Austausch und persönliche Entwicklung trifft.
Für Schwangere, Mamas und Yogalehrerinnen, die Frauen kompetent und mit ganz viel Herz begleiten möchten.
Dass auch dieses Jahr wieder Schwangere dabei sind, berührt mich besonders. 🥹
✨ Am 30. Oktober startet meine nächste Prä- und Postnatal-Yoga-Ausbildung.
Noch 2 Plätze frei!
💌 Kommentiere MAMA und ich schicke dir alle Infos.
Alles Liebe
Nora
29/09/2026
Wenn du all die Rollen, Erwartungen und To-do-Listen für einen Moment loslässt: Was bringt dich wirklich zurück zu dir? 🤍
Schreib es in die Kommentare. Vielleicht entsteht hier eine kleine Sammlung von Dingen, die uns daran erinnern, uns selbst im Alltag nicht zu verlieren. 🌿
23/05/2026
Wenn ich darüber nachdenke, warum Simon und ich so unterschiedlich unterrichten, dann muss ich manchmal schmunzeln, weil ich glaube, dass das eigentlich schon immer da war.
Ich weiß noch ganz genau, wie wir 2017 zusammen in Südindien in einer Yoga-Ausbildung waren und Simon damals nicht richtig in Garudasana gekommen ist. Und während viele wahrscheinlich einfach versucht hätten, sich noch mehr in die Form hineinzudrücken, war seine erste Reaktion:
„Warum komme ich eigentlich nicht in diese Form hinein und wie kann ich trotzdem die gleiche Wirkung haben, ohne mich irgendwo hineinzuzwingen?“
Ihm ging es nie darum, etwas perfekt zu machen oder möglichst schön auszusehen. Ihm ging es darum zu verstehen, zu fühlen und zu hinterfragen.
Und bei mir? Wenn Yoga für mich nur Bewegung und nur Asanas gewesen wäre, dann wäre ich wahrscheinlich schon längst bei Pilates gelandet. 😋😅
Was mich aber tief berührt hat, war etwas anderes. Zu merken, dass Yoga etwas Ganzheitliches ist und dass Yoga nicht auf der Matte aufhört. Dass Yoga-Philosophie, Meditation und Pranayama plötzlich anfangen, die Art und Weise zu verändern, wie du durchs Leben gehst, wie du Beziehungen lebst und wie du mit dir selbst umgehst.
Vielleicht liebe ich Yoga genau deshalb so sehr, weil ich bis heute das Gefühl habe, dass ich damit nie fertig werde und ein Leben lang weiter wachsen darf.
Und vielleicht ist genau das auch etwas, das wir in unserer Ausbildung weitergeben möchten.
Und ich glaube, genau das wünschen wir uns auch für Menschen, die zu uns in die Ausbildung kommen.
Nicht, dass jemand am Ende genauso unterrichtet wie Simon oder wie ich.
Sondern dass du mit der Zeit immer mehr spürst, was sich wirklich nach dir anfühlt.
Weil ich glaube, dass viele von uns irgendwann anfangen zu denken, dass es einen richtigen Weg gibt, Yoga zu unterrichten.
Aber vielleicht geht es gar nicht darum.
Vielleicht geht es viel mehr darum herauszufinden, wer du bist, welche Energie du in einen Raum bringst und was du aus deinem Herzen heraus weitergeben möchtest.
Fotografin:
20/05/2026
Fast ein Jahr später sitze ich hier und merke, dass ich damals etwas noch gar nicht richtig sehen konnte. Ich dachte wirklich, dass ich die 200h YTT loslassen muss und ich weiß noch genau, wie viel Angst mir das gemacht hat, weil es sich angefühlt hat, als würde ich etwas loslassen, das über so viele Jahre ein Teil von mir war und mich begleitet hat.
Und jetzt sitze ich hier manchmal und denke mir: Verrückt eigentlich, weil ich heute das Gefühl habe, dass es vielleicht nie wirklich um die Ausbildung ging und vielleicht auch nie darum, komplett aufzuhören.
Ich glaube, ich habe über viele Jahre einfach dieses Gefühl mit mir herumgetragen, alles zusammenhalten zu müssen. Und wenn ich ganz ehrlich bin, merke ich gerade erst, wie tief das eigentlich sitzt.
Ich war die Erstgeborene und ich glaube, ich war schon sehr früh daran gewöhnt, viel zu tragen, Verantwortung zu übernehmen und stark zu sein. Irgendwann macht man solche Dinge einfach automatisch und denkt gar nicht mehr darüber nach, weil sie ein Teil von einem werden und sich plötzlich ganz normal anfühlen.
Und vielleicht habe ich deshalb lange gar nicht gemerkt, dass ich diese Rolle überall mitgenommen habe. In meine Familie, in mein Business und irgendwie in mein ganzes Leben.
Gerade fühlt es sich für mich so an, als würde ich erst jetzt, mit unserem dritten Kind, langsam lernen, diese Rolle wieder abzulegen. Nicht, weil ich plötzlich nichts mehr tragen möchte, sondern weil ich merke, dass es einen Unterschied gibt zwischen Verantwortung übernehmen und das Gefühl zu haben, alles zusammenhalten zu müssen.
Wir sitzen gerade einfach viel zusammen, reden, weinen manchmal, stellen Fragen und versuchen gemeinsam herauszufinden, wie sich unser Leben und unsere Zukunft wirklich anfühlen dürfen.
Und gerade merke ich etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hätte, nämlich dass es sich leichter anfühlt. Nicht perfekt und auch noch nicht fertig, aber irgendwie mehr nach uns und irgendwie auch mehr nach mir 🤍
20/05/2026
Letztes Jahr hatte ich Panik, meine 200h YTT loszulassen.
Und trotzdem habe ich genau das getan.
2018, als ich gestartet habe, wurde ich gerade mit unserem ersten Kind schwanger und eigentlich sind mein Business und ich als Mama in all den Jahren gleichzeitig gewachsen.
Und mit jedem Kind, mit jedem Jahr und mit jeder neuen Verantwortung wollte ich immer mehr allem gerecht werden. Ich wollte eine präsente Mama sein, eine gute Ausbilderin, mein Business tragen, Verantwortung übernehmen und gleichzeitig weitermachen, als würde alles noch genauso funktionieren wie früher.
Letzten Sommer, als ich gesagt habe, dass meine letzte 200h YTT stattfinden wird, war ich gerade schwanger mit unserem dritten Kind und ich habe schon damals ganz tief gespürt: Ich muss Raum schaffen.
Für das Kind, das kommt. Für unsere Familie. Und auch für mich.
Und ich weiss noch ganz genau, wie ich mich damals gefühlt habe. Ich hatte so eine Angst davor, die 200h YTT loszulassen, weil sie nicht einfach nur meine Arbeit war. Sie war über viele Jahre auch unsere Existenzgrundlage als Familie. Ich habe sie aufgebaut, getragen und sie war ein riesiger Teil meines Lebens.
Der Gedanke, das loszulassen, hat mir wirklich Panik gemacht.
Aber jetzt fast ein Jahr später sehe ich etwas, das ich damals noch nicht sehen konnte:
Erst dadurch, dass ich es wirklich habe sterben lassen und komplett losgelassen habe, konnten wir überhaupt diese Gespräche führen.
Erst dadurch konnten wir uns ehrlich fragen:
Warum möchte ich das eigentlich loslassen? Woher kommt meine Überforderung wirklich? Was fühlt sich eigentlich nicht mehr stimmig an?
Und vielleicht ist Loslassen manchmal nicht das Ende von etwas.
Vielleicht macht es überhaupt erst Raum für etwas Neues.
Teil 2 folgt 🤍
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