anitakoechli.ch
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. A. de Saint-Exupéry
19/10/2026
Da stand ich nun. Mit einer Packung Windeln.
Ich war auf dem Weg zum Einkaufen.
Vor dem Laden sprach mich eine junge Frau an. Sie sei alleinerziehend, in Not und brauche dringend Windeln für ihr Kind.
Ich sagte ihr, dass ich kein Bargeld dabeihabe.
Grundsätzlich finde ich es sinnvoller, jemanden mit dem zu unterstützen, was gerade gebraucht wird, statt einfach Geld zu geben.
Sie meinte, sie könne mitkommen.
Ich sagte ihr, sie könne draussen warten und ich würde ihr Windeln mitbringen.
Ich fragte noch nach der Grösse und ging in den Laden.
Während ich durch die Regale lief, begann es in meinem Kopf zu arbeiten.
Bin ich zu naiv?
Kann ich ihrer Geschichte vertrauen?
Ich kaufte die Windeln.
Als ich nach vielleicht fünf bis zehn Minuten wieder aus dem Laden kam, blieb ich kurz stehen.
Die junge Frau war nicht da.
Ich schaute mich um.
Weit und breit niemand.
Und da stand ich nun. Mit einer Packung Windeln in der Hand.
Irgendwie irritiert.
Vielleicht auch ein bisschen enttäuscht.
Nicht wegen der Windeln.
Sondern weil ich plötzlich nicht mehr wusste, was ich von dieser Begegnung halten sollte.
Warum war sie nicht mehr da?
Vielleicht hatte sie es sich anders überlegt?
Vielleicht hatte sie gar nicht damit gerechnet, dass ich tatsächlich mit Windeln zurückkommen würde?
Oder war sie inzwischen weggeschickt worden?
Vielleicht gab es auch einen ganz anderen Grund.
Ich weiss es nicht.
Was ich aber spüre, ist, wie mein Misstrauen nach einigen Erlebnissen in den letzten Monaten langsam wächst.
Und genau das möchte ich eigentlich nicht.
In der digitalen Welt sind wir uns längst gewohnt, vieles zu hinterfragen. Ist das echt? Stimmt das überhaupt? Kann ich dem vertrauen?
Ich möchte nicht leichtgläubig sein. Aber ich möchte auch nicht verlernen, Menschen zu vertrauen.
Und übrigens …
Falls jemand eine Packung Windeln in Grösse 4 brauchen kann: Ich verschenke sie sehr gerne. 😊
20/09/2026
Ein etwas anderer Aufstellungstag.
Ohne Worte. Mehr Wahrnehmung. Raum für das, was sich zeigt.
An diesem Tag arbeiten wir mit stillen, geistigen Aufstellungen. Die Stellvertreter:innen folgen ihren Wahrnehmungen und Bewegungsimpulsen ohne Worte und ohne das Anliegen zu kennen.
In der kleinen Gruppe von maximal 8 Personen hat jede Person, die möchte, die Möglichkeit für eine eigene Aufstellung.
Du musst dich nicht im Voraus entscheiden.
Du kannst am Tag selbst ganz spontan spüren, ob du etwas Eigenes aufstellen möchtest. Auch ein fertig formuliertes Anliegen braucht es noch nicht.
Der Tag eignet sich für dich, wenn du offen und neugierig auf diese besondere Form der Aufstellungsarbeit bist, ganz egal, ob du bereits Erfahrung mit Aufstellungen hast oder zum ersten Mal dabei bist.
Die Stille gehört den Aufstellungen.
Dazwischen bleibt genügend Zeit zum Nachspüren, für Begegnung, Austausch und natürlich für eine feine Pausenverpflegung.
Samstag, 17. Oktober 2026
9.30 Uhr bis spätestens 16.30 Uhr
Haus zur Sonne, Waltenschwil
Kleine Gruppe · max. 8 Personen
CHF 50.– inkl. Pausenbuffet
Neugierig?
Schreib mir gerne eine Nachricht oder melde dich direkt an.
Ich freue mich auf dich!
13/09/2026
Ich freue mich sehr, im Organisationsteam der 4. Schwarzenberger Aufstellungstage mitzuwirken.
Neugierig? Gerne erzähle ich dir mehr dazu.
Manchmal spüren wir, dass in einer Organisation etwas wirkt – können aber nicht genau benennen, was es ist.
Warum entstehen bestimmte Konflikte immer wieder?
Warum kommt ein Team nicht voran?
Warum fällt eine Entscheidung so schwer?
Systemische Aufstellungen ermöglichen einen Blick auf Dynamiken, die im Arbeitsalltag oft nicht unmittelbar sichtbar sind.
Sie können Zusammenhänge zeigen, neue Perspektiven eröffnen und Hinweise darauf geben, was ein System braucht, damit Veränderung möglich wird.
Bei den 4. Schwarzenberger Aufstellungstagen hast du die Möglichkeit, systemische Aufstellungen für Organisationen kennenzulernen – als Anliegenbringer:in oder als Stellvertreter:in.
16./17. April 2027
Schwarzenberg, Vorarlberg
Anmeldung & weitere Informationen: https://sikalp.org
Führung
09/08/2026
Mir fällt auf, wie schnell wir darüber sprechen, wenn etwas nicht gut läuft.
Wir ärgern uns, schimpfen, erzählen davon oder schreiben eine Beschwerde.
Und ich nehme mich da selbst gar nicht aus.
Denn gleichzeitig merke ich, dass ich viel zu selten etwas zurückmelde, wenn etwas gut oder sogar hervorragend, war.
Heute habe ich mich deshalb ganz bewusst entschieden, ein Mail an ein Spital zu schreiben. Nicht, weil etwas schiefgelaufen ist, sondern um einer Pflegefachfrau ein grosses Kompliment auszusprechen. Ihre herzliche und ruhige Art und ihre spürbare Freude an ihrem Beruf haben mich sehr berührt.
Und ich dachte danach: Warum machen wir das eigentlich nicht viel öfter?
Vielleicht beim nächsten Einkauf, wenn uns jemand besonders freundlich begegnet.
Im Restaurant, wenn wir uns wunderbar aufgehoben fühlen.
Bei der Arbeit, wenn jemand etwas richtig gut macht.
Oder einfach bei einem Menschen, bei dem wir spüren: Das hat mir gerade gutgetan.
Nicht nur sagen, wenn etwas fehlt.
Auch sagen, wenn etwas besonders schön oder gut war.
Vielleicht ist genau das mein kleiner Impuls heute – aus dem Leben, für dich.
Herzlich,
Anita
positivfeedback
21/06/2026
Kennst du das Gefühl, dass dein Kopf eine Antwort sucht, dein Herz aber noch zögert?
Oft liegt die Lösung nicht im Nachdenken allein. Eine systemische Gruppenaufstellung kann dabei unterstützen, Klarheit zu gewinnen und wieder in Verbindung mit dem eigenen Weg zu kommen.
Herzlich willkommen zum nächsten Aufstellungsabend am 28. August 2026.
Ich freue mich auf dich!
17/05/2026
Ich freue mich, beim Netzwerk System-Impulse mitzuwirken. Gerne erkläre ich dir mehr dazu, melde dich ganz unverbindlich bei mir.
Was wird sichtbar, wenn Menschen nicht nur über ein Thema sprechen - sondern es gemeinsam erleben?
Mit System-Impulse im öffentlichen Raum schaffen wir Räume, in denen komplexe gesellschaftliche Themen greifbar werden. Unterschiedliche Perspektiven kommen in Bewegung, Zusammenhänge werden sichtbar und neue Einsichten entstehen.
Nicht theoretisch.
Sondern erlebbar.
Lust, uns mit einer systemischen Aufstellung dabei zu haben?
Für Gemeinden, Institutionen, Organisationen und alle, die gesellschaftliche Themen neu zugänglich machen möchten.
Infos unter:
system-aufstellung.ch
perspektivenwechsel gemeinsamweiterdenken öffentlicherraum systemisch
04/05/2026
Manchmal brauchen wir keinen neuen Plan –
sondern einen neuen Blick.
Eine systemische Aufstellung kann dir helfen,
Klarheit zu finden, Zusammenhänge zu erkennen
und wieder mehr bei dir anzukommen.
Wenn dich das anspricht, bist du herzlich willkommen.
Es gibt zwei Möglichkeiten für dich, dabei zu sein:
Mit deinem persönlichen Anliegen –
um dein Thema in der Aufstellung sichtbar zu machen
und neue Klarheit zu gewinnen.
Oder als Stellvertreter:in –
auch das ist eine tiefgehende und berührende Erfahrung,
bei der du oft etwas erkennst,
was dich im Innersten bewegt.
📅 Sonntag, 21. Juni 2026
🕘 09:00 Uhr
🔗 Anmeldung über den Link in der Bio
entscheidungen persönlichkeitsentwicklung
24/04/2026
Ich bin noch immer tief berührt vom Aufstellungsabend gestern 🤍
Danke von Herzen an alle, die dabei waren –
für eure Offenheit, euren Mut und eure Bereitschaft, euch einzulassen.
Für manche war es das erste Mal, was mich ganz besonders freut.
Danke für all die Geschichten, die geteilt wurden,
für das Vertrauen, das im Raum spürbar war,
und für die Tiefe, die entstehen durfte.
Es sind diese Momente, die zeigen,
wie viel Verbindung möglich ist, wenn wir uns wirklich begegnen.
🩷DANKE🩷
➡️ nächster Aufstellungstag Sonntag, 21. Juni 2026
03/04/2026
Da laufe ich ganz gemütlich ins Training.
Eine Frau, vielleicht zwischen 70 und 80, überholt mich mit dem Velo.
Wir grüssen uns.
Sie steigt ab.
„Es hat heute aber auch wenig Leute unterwegs…“
„Ja, vielleicht sind alle in der Kirche – ist ja Karfreitag.“
Wir lachen.
„Oder alle sind ins Tessin verreist.“
Und plötzlich sind wir mitten im Gespräch.
Sie erzählt mir von ihrem Leben – von Schwerem und Leichtem.
Und ich habe nach 10 Minuten das Gefühl, ich kenne ihre Geschichte.
Am Ende sagt sie:
„Das hat mir jetzt so gut getan. Ich bin oft alleine… mal chli gspröchle tut einfach gut.“
Und weisst du was?
Mir hat es genauso gut getan.
Vielleicht sollten wir das öfter tun.
Einfach stehen bleiben.
Zuhören.
Miteinander reden – auch wenn wir uns gar nicht kennen.
Manchmal braucht es nicht mehr als ein paar Minuten,
um jemanden – und auch sich selbst – ein bisschen wärmer ums Herz zu machen.
Danke für diese Begegnung.
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