Sehenswert-Bielefeld

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Brillen, Sonnenbrillen, Sportbrillen, Kontaktlinsen, Funktionaloptometrie

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02/09/2026

Was, wenn dein Blutwert gut aussieht, deine Zellen aber etwas ganz anderes erzählen?

Dann lohnt sich eine ziemlich wichtige Frage: Wo wurde überhaupt gemessen?
Im Serum?
Im Vollblut?
In den Blutzellen?
Oder wurde ein funktioneller Marker untersucht?

Denn Blut ist nicht gleich Blut.
Und ein Laborwert ist nicht automatisch ein direkter Blick in deine Zellen.

Nehmen wir Vitamin B12:
Hier kann ein einzelner B12-Wert zu kurz greifen. Die Kombination mit weiteren Markern wie Holotranscobalamin und Methylmalonsäure kann zusätzliche Informationen über den B12-Status liefern.

Oder Magnesium:
Der größte Teil deines Magnesiums befindet sich nicht im Serum. Deshalb kann ein unauffälliger Serumwert deinen gesamten Magnesiumstatus nicht vollständig abbilden.

Und genau deshalb möchte ich nicht wissen:
„Was hast du gestern gegessen?“
Ich möchte wissen:
Wie sieht deine Versorgung über längere Zeit aus?

Und dafür müssen wir zuerst wissen:
Welche Messung beantwortet diese Frage überhaupt?

Das bedeutet nicht:
„Intrazellulär ist immer besser.“

Oder:
„Serum ist immer falsch.“
So einfach ist es nicht.

Der passende Marker hängt vom jeweiligen Nährstoff und von der Fragestellung ab.

Wir sammeln keine Laborwerte.
Wir stellen Fragen.
Und wählen dafür die passende Messung.

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01/09/2026

Gilt für einen 25-jährigen Marathonläufer wirklich dasselbe wie für eine 80-jährige Rentnerin?

Beide bekommen einen Laborbefund.
Beide sehen: „Im Referenzbereich.“
Und beide denken: Dann ist alles gut.
Doch genau hier lohnt sich der zweite Blick.

Ein Referenzbereich sagt, wo ein Wert innerhalb einer bestimmten Vergleichsgruppe liegt. Er sagt nicht automatisch:
„Das ist für dich optimal.“ Denn dein Körper ist keine Durchschnittsperson.
Dein Alter, deine Ernährung, deine körperliche Belastung und deine individuelle Situation spielen eine Rolle.

Und deshalb interessiert mich nicht nur der grüne Haken. Mich interessiert die Geschichte dahinter:
Wer wurde gemessen?
Was wurde gemessen?
Unter welchen Bedingungen?
Und wie passt der Wert zum Rest?
Denn:
Referenzbereich ≠ persönlicher Optimalbereich.

Das bedeutet übrigens nicht, dass jeder Wert außerhalb der Mitte des Referenzbereichs problematisch ist.
Es bedeutet: Nicht jede Zahl lässt sich isoliert interpretieren.

Und genau deshalb gehen wir jetzt einen Schritt weiter. Denn selbst wenn dein Wert „gut“ aussieht, bleibt eine entscheidende Frage:
Wo wurde überhaupt gemessen?

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28/08/2026

Dein Körper funktioniert nicht nach einer Standardliste.

Und genau deshalb möchte ich an dieser Stelle einen Gang zurückschalten.
Vielleicht hast du beim Lesen der letzten Beiträge gedacht:
„Jetzt brauche ich wohl Vitamin A, B12, Zink, Magnesium, Q10, Taurin, Kollagen und noch vieles mehr.“

Nein. Darum geht es mir nicht.

Die einzelnen Beiträge sollen dir zeigen, wie komplex dein Körper arbeitet und wie eng verschiedene Prozesse miteinander verbunden sind.

Und natürlich haben wir dabei längst nicht alles betrachtet. Es gibt noch viele weitere Nährstoffe, Stoffwechselwege und Zusammenhänge.

Doch jetzt kommt der entscheidende Schritt: Was davon ist für DICH relevant?
Denn deine Versorgung hängt von deiner Ernährung, deinem Alltag, deiner Belastung und deiner individuellen Situation ab.
Nicht: „Was soll ich noch nehmen?“
Sondern: „Was brauche ich tatsächlich?“

Dafür gilt:
Verstehen vor Ergänzen.
Messen vor Raten.
Zusammenspiel statt Supplement-Sammlung.

Und genau deshalb schauen wir jetzt auf deine Werte. Denn Vermutungen können Fragen aufwerfen.
Messungen können dir zeigen, wo du tatsächlich stehst.

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26/08/2026

Du isst Kollagen. Aber baut dein Körper daraus Kollagen im Auge?

Diese Frage klingt zunächst ganz logisch. Die Antwort ist allerdings etwas komplizierter.

Wenn du Kollagen isst, wird es nicht als fertige Kollagenstruktur durch deinen Körper transportiert und anschließend beispielsweise in deine Hornhaut eingebaut.

Deine Verdauung zerlegt das Protein zunächst in kleinere Bestandteile.

Dazu gehören Aminosäuren und Kollagenpeptide.

Diese stehen deinem Körper anschließend für verschiedene Stoffwechselprozesse zur Verfügung.

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt:
Dein Körper entscheidet selbst, was daraus entsteht.

Für die körpereigene Kollagensynthese sind unter anderem die Aminosäuren Glycin, Prolin und Hydroxyprolin charakteristisch.

Doch auch damit ist die Geschichte noch nicht vollständig.
Die Bildung von Kollagen benötigt mehrere enzymatische Schritte und verschiedene Cofaktoren.

Vitamin C spielt dabei eine wichtige Rolle und trägt zur normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion verschiedener Gewebe bei.

Damit wird deutlich:
Kollagen ist kein einzelner Stoff, den man nur zuführen muss.

Es ist das Ergebnis eines komplexen biologischen Prozesses.

Deshalb sollten wir zwischen
Kollagen essen und
Kollagen bilden unterscheiden.

Das bedeutet nicht, dass Kollagenpeptide aus der Nahrung keine biologische Bedeutung haben.

Es bedeutet:
Wir sollten genauer hinschauen, was nach der Aufnahme tatsächlich passiert.

Denn dein Körper nimmt keine Einkaufsliste entgegen.
Er bekommt Bausteine. Und entscheidet selbst, wie er sie verwendet.

Genau diese Zusammenhänge machen Kollagen für mich so interessant. Und sie zeigen einmal mehr:

Nicht die Menge eines einzelnen Stoffes entscheidet. Das Zusammenspiel macht den Unterschied.

25/08/2026

Was hat Kollagen mit deinen Augen zu tun?

Vermutlich mehr, als du bisher gedacht hast.

Wenn wir Kollagen hören, denken wir schnell an Haut, Gelenke oder Knochen.

Doch Kollagen gehört auch zur Architektur deines Auges.

Nehmen wir die Hornhaut.

Sie muss stabil sein, ihre Form behalten und gleichzeitig transparent bleiben.

Dafür braucht sie eine ganz besondere Kollagenstruktur. Die Kollagenfasern sind dort sehr regelmäßig angeordnet. Diese präzise Organisation trägt dazu bei, dass die Hornhaut Licht mit möglichst wenig Streuung durchlässt.

Und dann gibt es noch eine Überraschung: Auch der Glaskörper enthält Kollagen.

Er besteht zwar überwiegend aus Wasser, trotzdem besitzt er eine komplexe gelartige Struktur. Ein Netzwerk aus Kollagenfibrillen und Hyaluronan hält diese Struktur aufrecht.

Damit wird Kollagen im Auge plötzlich viel interessanter.
Es geht nicht nur darum, dass Kollagen „irgendwo vorhanden“ ist.

Es kommt darauf an, welches Kollagen, an welcher Stelle und wie es organisiert ist.

Und genau das macht Kollagen für mich zu einem perfekten Beispiel dafür, wie komplex unser Körper arbeitet.

Denn jetzt stellt sich die nächste Frage: Was passiert eigentlich mit Kollagen, wenn du es isst?

Wird daraus direkt neues Kollagen im Auge? Natürlich nicht.

Dein Verdauungssystem zerlegt Proteine in kleinere Bestandteile. Dein Körper nutzt diese anschließend für seine eigenen Stoffwechselprozesse und für die Synthese körpereigener Proteine.

Und genau hier kommen wieder die Aminosäuren ins Spiel. Die Geschichte geht also weiter.

24/08/2026

Du isst Eiweiß. Dein Körper entscheidet, was daraus entsteht.

Das ist eigentlich viel spannender, als es zunächst klingt. Nach der Verdauung stehen deinem Körper Aminosäuren zur Verfügung.

Diese nutzt er als Bausteine für seine eigenen Proteine. Zum Beispiel für Enzyme, Transportproteine, Rezeptoren und Strukturproteine.

Auch deine Augen sind auf zahlreiche dieser Proteine angewiesen. Doch dein Körper hat keinen großen Speicher, in dem er überschüssige Aminosäuren einfach für später ablegt.

Was gerade nicht benötigt wird, kann abgebaut werden.

Dabei fällt Stickstoff an. Der Körper muss ihn weiterverarbeiten. Ammoniak wird in der Leber über den Harnstoffzyklus zu Harnstoff umgewandelt und anschließend über die Nieren ausgeschieden.

Das zeigt:
Mehr Eiweiß bedeutet nicht automatisch mehr Nutzen.

Es kommt auf den tatsächlichen Bedarf und die Zusammensetzung der Aminosäuren an.

Und genau deshalb finde ich die Frage „Wie viel Protein esse ich?“ weniger interessant als:
„Welche Aminosäuren stehen meinem Körper zur Verfügung und wofür benötigt er sie?“

Denn Aminosäuren sind nicht nur Muskelbausteine. Sie sind Ausgangsstoffe für viele funktionelle Proteine.

Und einige davon spielen auch für unsere Augen eine interessante Rolle.

Damit sind wir beim nächsten Schritt unserer Serie: Kollagen.
Denn Kollagen ist ein Protein.
Und Proteine beginnen bei ihren Bausteinen, den Aminosäuren.

23/08/2026

Was haben deine Muskeln, deine Haut und deine Augen gemeinsam?

Sie brauchen Eiweiß.

Wenn wir über Eiweiß sprechen, denken viele zuerst an Muskelaufbau und Proteinshakes.

Doch dein Körper macht damit sehr viel mehr. Er zerlegt die Proteine aus deiner Nahrung in Aminosäuren. Diese nutzt er anschließend als Bausteine für seine eigenen Proteine.
Daraus entstehen unter anderem Enzyme, Transportproteine, Rezeptoren und Strukturproteine.

Auch deine Augen brauchen diese Proteine.
Deine Hornhaut, deine Linse und deine Netzhaut bestehen aus hochspezialisierten Geweben, in denen ständig Proteine gebildet, eingesetzt und wieder abgebaut werden.

Und jetzt kommt ein wichtiger Gedanke:
Mehr Eiweiß ist nicht automatisch besser. Dein Körper hat keinen unbegrenzten Bedarf an Protein.
Er benötigt bestimmte Aminosäuren für bestimmte Aufgaben.

Was nicht für den Aufbau benötigt wird, kann über andere Stoffwechselwege abgebaut werden. Dabei entsteht Stickstoff, den dein Körper weiterverarbeiten und ausscheiden muss.

Deshalb finde ich die Frage
„Wie viel Protein kann ich noch essen?“
weniger interessant als:
„Was braucht mein Körper tatsächlich?“

Damit sind wir beim nächsten Schritt unserer Serie.

Denn Eiweiß ist nur der Anfang.
Proteine bestehen aus Aminosäuren.
Und aus diesen Aminosäuren kann dein Körper unter anderem Kollagen aufbauen.

Damit kommen wir beim nächsten Beitrag direkt zu einem Protein, das für zahlreiche Strukturen unseres Körpers interessant ist und uns auch wieder zurück zu den Augen führt.

22/08/2026

Was wäre, wenn dein Körper sein eigenes Recycling-System besitzt?

Genau das passiert in deinen Zellen. Ein wichtiger Bestandteil dieses Systems heißt:
Glutathion.

Viele kennen Vitamin C und Vitamin E als Antioxidantien.
Weniger bekannt ist, dass solche Moleküle in ein viel größeres Redoxsystem eingebunden sind.

Glutathion spielt dabei eine zentrale Rolle. Es kann zwischen verschiedenen Redoxformen wechseln und ist an zahlreichen Reaktionen beteiligt, die das Gleichgewicht innerhalb der Zelle mitregulieren.

Und jetzt wird es spannend:
Vitamin C und Vitamin E arbeiten dabei nicht unabhängig voneinander.

Über verschiedene Redoxreaktionen können oxidierte Formen wieder in reduzierte Formen überführt werden.

Die Zelle besitzt also kein simples System nach dem Motto:
„Antioxidans rein, freie Radikale raus.“ Es ist viel komplexer.

Auch die Netzhaut ist ständig auf diese Regulation angewiesen.
Sie arbeitet mit hoher Stoffwechselaktivität, viel Sauerstoff und empfindlichen mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Und dein Körper hat dafür mehrere Ebenen der Regulation. Eine davon kennen wir unter dem Namen Nrf2.

Nrf2 kann Gene regulieren, die an der zellulären Antwort auf oxidativen Stress und an der Aufrechterhaltung der Redoxhomöostase beteiligt sind.

Was bedeutet das für dich?
Vielleicht nicht, dass du jetzt unbedingt einen einzelnen „Schutzstoff“ brauchst.

Sondern etwas viel Interessanteres:
Dein Körper besitzt bereits ein komplexes System.
Glutathion, Vitamin C, Vitamin E, Enzyme und Nrf2 sind miteinander verbunden.

Deshalb möchte ich bei dieser Serie immer wieder weg von der Frage:
„Welchen Stoff soll ich nehmen?“

Und hin zu:
„Wie funktioniert mein Körper eigentlich?“

Denn je besser du diese Zusammenhänge verstehst, desto bewusster kannst du auch mit dem Thema Ernährung, Mikronährstoffe und Prävention umgehen.

20/08/2026

Was hat Folsäure mit deinen Augen zu tun?

Diese Frage klingt zunächst ungewöhnlich.

Folsäure verbinden viele mit Schwangerschaft, Blutbildung oder Zellteilung.

Dabei gehört Folat zu den Stoffen, die dein Körper für grundlegende Zellprozesse benötigt.

Folat trägt zu einer normalen Zellteilung und zu einer normalen Blutbildung bei.

Und genau deshalb lohnt sich der Blick auf das Auge.

Denn auch deine Augen bestehen aus hochaktiven Geweben, deren Zellen auf funktionierende Stoffwechselprozesse angewiesen sind.

Doch der eigentliche Aha-Moment kommt danach:

Folat arbeitet eng mit Vitamin B12 zusammen.

Beide Vitamine sind an miteinander verbundenen Stoffwechselwegen beteiligt, unter anderem am Homocystein-Stoffwechsel.

Das zeigt sehr schön, warum ein einzelner Mikronährstoffwert nicht immer die ganze Geschichte erzählt.

Es geht nicht nur darum:

„Habe ich genug Vitamin B9?“

Sondern auch darum:

„Wie funktioniert das Zusammenspiel mit Vitamin B12?“

Genau deshalb möchte ich in meiner Serie nicht nur einzelne Mikronährstoffe vorstellen.

Ich möchte zeigen, was dahinter steckt.

Denn dein Körper arbeitet nicht mit einzelnen Schubladen.

Er arbeitet mit Stoffwechselwegen, bei denen viele Bausteine ineinandergreifen.

Und manchmal beginnt ein besseres Verständnis für deine Augen genau dort, wo du es gar nicht vermutest.

18/08/2026

Dein Herz. Dein Gehirn. Deine Netzhaut.

Drei völlig unterschiedliche Organe. Und doch haben sie eine Gemeinsamkeit:
Sie benötigen jeden Tag enorme Mengen an Energie.

Warum?
Weil sie ohne Pause arbeiten.
Während dein Herz schlägt und dein Gehirn Informationen verarbeitet, verwandelt deine Netzhaut Licht in elektrische Signale. Das passiert bei jedem Blick. Jeden Tag. Ein Leben lang.

Die Energie dafür entsteht in den Mitochondrien, den kleinen Kraftwerken deiner Zellen.

Deshalb interessieren sich Forschende seit Jahren für diese faszinierenden Zellstrukturen.

Auch Coenzym Q10 spielt in der zellulären Energiegewinnung eine Rolle und ist Teil dieses komplexen Systems.

Ich finde genau das spannend:
Unser Körper funktioniert nicht durch einen einzelnen Stoff.

Er funktioniert durch das perfekte Zusammenspiel unzähliger Prozesse.

Und genau dieses Wissen möchte ich in dieser Serie verständlich machen.

Denn wer seinen Körper versteht, trifft oft bewusstere Entscheidungen.

💬 Welcher Zusammenhang rund um die Augen hat dich bisher in meiner Serie am meisten überrascht?

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